Unsere Ziele

Was haben wir geschafft?

Seit März 2009 stärkt die UN-Behindertenrechtskonvention die Chancengleichheit und Inklusion von Menschen mit Behinderung. Vor diesem Hintergrund startete die AWO in Sachsen im August 2011 das von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Barrieren überwinden: Neue Formen von ehrenamtlichem Engagement für Menschen mit Behinderung“. Mithilfe des Projektes wurden an den Standorten Dresden, Chemnitz und Leipzig Menschen mit Behinderung gezielt dabei unterstützt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Hauptziel war dabei die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe, indem Menschen mit Behinderung über ihr Engagement soziale Räume außerhalb ihrer Einrichtungen kennenlernten. Es sollten zudem die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Menschen mit Behinderung als Helfende in der Gesellschaft aktiv sein können und nicht als bloße Hilfeempfänger wahrgenommen werden. Gerade in der Freizeit – beim Sport, im Verein oder eben bei der ehrenamtlichen Tätigkeit – ist es unkomplizierter als anderswo möglich, Barrieren zu überwinden und Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern. Die Art der Behinderung reichte von psychischen Problemen (Depressionen, Burn Out) bis zu Behinderungen, bei denen eine dauerhafte Unterstützung zum Nachgehen des Engagements notwendig ist.

 

Zum Erreichen der gesteckten Ziele wurden Menschen mit Behinderung vor Ort von den ProjektkoordinatorInnenen bei der Interessenbekundung, der Suche und Durchführung ihres freiwilligen Engagements gefördert und begleitet. Die behinderungsbedingten Hürden für das Engagement wurden durch individuelle, problemorientierte Unterstützung abgebaut. Fahrtkosten für Menschen, die auf anderem Wege das Ehrenamt nicht ausüben könnten, übernahm das Projekt. Wir suchten außerdem in Kooperation mit Einrichtungen Wege, bedarfsgerechte Unterstützung z.B. für Menschen mit einer Sehbehinderung zu bieten. So konnte mit zugeschnittenen Angeboten der Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements erweitert und Strukturen geschaffen werden, in denen sich Menschen mit Behinderung einbringen können. Ob bei der Versorgung und Betreuung in Tierheimen oder Tierparks, als Unterstützung in Haushalt, Handwerk oder Garten, beim Vorlesen oder Spazierengehen oder in der Verwaltung – die Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement sind so vielseitig.

 

Der Fokus des Projektes lag während der gesamten Laufzeit auf der Individualität jedes einzelnen Menschen. Sowohl das Interesse am Einsatzgebiet als auch die Fähigkeiten unterscheiden sich. Nicht jedem liegt zum Beispiel die Arbeit mit älteren Menschen. Vom ersten Beratungsgespräch mit den Interessenten angefangen war die Suche nach dem passenden Ehrenamt ein gemeinsamer Prozess. Mittels eines eigens für das Projekt entwickelten Formular erfassten die ProjektkoordinatorInnen zunächst die Beweggründe für ein Ehrenamt, die Gruppe, die sie unterstützen wollen, Wünsche und Fähigkeiten der Interessenten, aber auch ihren Unterstützungsbedarf aufgrund der Behinderung, die bevorzugten Arbeitszeiten usw. und erhielten so ein Profil des zu suchenden individuellen Ehrenamtes. Gleichfalls wurden auch die Einrichtungen nach Einsatzmöglichkeiten, gewünschten Fähigkeiten und vor allem Barrierefreiheit befragt. Hierbei bestand die Herausforderung im Abgleich des jeweiligen Interesses mit den Möglichkeiten vor Ort. Mit ihren eigenen Eindrücken von gemeinsamen Besuchen bei Einsatzstellen und ihrem Expertenwissen im Umgang mit der eigenen Behinderung, waren, die Interessenten wesentlich an der Entwicklung ihres individuellen Ehrenamtes beteiligt. Dies ist für ein Engagement, das zumindest eine Zeit lang andauern soll, ohnehin unabdingbar.

Ziele des Projektes

  • Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft
  • Ermöglichung von Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung
  • Entwicklung neuer Tätigkeitsfelder im Bereich Freiwilligenengagement
  • Es werden Stellen für ehrenamtliches Engagement von Menschen mit Behinderungen außerhalb und innerhalb der teilnehmenden Einrichtungen entwickelt.

  • Menschen mit Behinderungen werden an der Entwicklung neuer ehrenamtlicher Tätigkeiten beteiligt und entsprechende Angebote nach ihren Interessen gesucht und entwickelt.
  • Durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit soll in der Gesellschaft verdeutlicht werden, dass Menchen mit Behinderungen aktiver Teil der Gemeinschaft sein können und sein wollen.
  • Verstetigung der Projektergebnisse
Bei Fragen wenden Sie sich an:
Sandra Haaf
Projektkoordinatorin I Projekt MitWirkung
Telefon 0351 84704-515

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